Die Felsenkirchen von Lalibela aus dem 12. und 13. Jahrhundert: Aus dem Fels gehauene Monolithen, eindrückliche äthiopisch-orthodoxe Sakralbauten, die laut den Gläubigen von Menschen und Engeln gebaut gemeinsam wurden.

Bis heute finden hier täglich Messen statt und an hohen orthodox-christlichen Festtagen finden sich hunderttausende Gläubige und Pilgernde ein. Auf unserer Reise sind wir ausserhalb dieser Tage da und sehen nur kleine Gruppen oder die Priester, die versunken in ihre heiligen Schriften sind und einzelne Gläubige segnen und die täglichen Messen feiern.

Einzigartig und lebendige Kirchen, deren spirituelle Energie sofort spürbar wird. Ein Priester mit einem der äthiopischen Kreuze, mit denen er Gläubige segnet.
Die 11 Gelsenkirchen sind durch ein unterirdisches Tunnelsystem teilweise miteinander verbunden. Der Eingang zu den Kirchen, die teilweise bis zu 15 Meter unterhalb des ebenen Bodens liegen, befindet sich jeweils in der Nähe des Grabens. Nur ein enger Weg führt nach unten und durch einen Tunnel tritt man dann indem Hof der jeweiligen Kirche ein. An Festtagen gibt es Helfer, die den Strom der Pilgernden steuern.
Das Innere der Kirchen, wo Heiligenbilder stehen. Man betritt die Innenräume ohne Schuhe. Gläubige trifft man auch außerhalb der Messen an, die hier ihre Gebete verrichten und sich von den Priestern segnen lassen.
Ein junger Dekan, gerade mal 15 Jahre alt. Er segnet uns, als wir ausserhalb der Kirche sind und hängt un ein Holzkreuz um. Sein Vater ist der Priester der Kirche, er selber studiert hier die orthodoxe Kirchenpraxis seit er ein Kind ist.

Die St. Georgskirche ist die einzige der 11 Gelsenkirchen in Lalibela, die ohne ein Schutzdach auskommt. Das Unesco-Weltkulturerbe ist von der Erosion bedroht und die zwei grossen Kirchenkomplexe tragen deshalb grosse Schutzdächer. Die St. Georgskirche steht allein und verfügt über ein aussergewöhnlich dickes Dach, so dass sie bisher ohne diesen Schutz auskommen kann. Der auch Neu-Jerusalem genannte Kirchenkomplex im Norden Äthiopiens ist ein einmaliges Zeugnis der orthodoxen Kirche in diesem Land: Lebendiges Weltkulturerbe abseits der Touristenpfade…







